
Gedichte Im Zwei Finger Tact
Werner Rettig
Smashwords edition
Copyright Werner Rettig2011
Die folgenden Gedichte erschienen zuerst auf den Internet-Seiten.der Weinheimer Nachrichten.Elf davon wurden auch für das Büchlein Mausklick-Poeten, Edition Diesbach ausgewählt. Inzwischen entdecte ich eBook publishing und mir kam der Gedanke sie auf diese Art vorzustellen. Ich hoffe dass sie daran ein bißchen Freude haben.
Contents
Der Mann im Mond und Zukunfts Pläne
Datum 04.08. Die Steuerzahler Revolution!
Die Jungen wachsen, werden groß,
und fragen sich was macht man bloß.
Der eine denkt er braucht viel Geld,
dem andern geht es um die Welt.
Doch für alle das ist klar,
viel mehr Steuern jedes Jahr.
Der Staat braucht Geld für die Soldaten,
und noch viel mehr für Bürokraten.
Der arme Steuerzahler könnte weinen,
er hält sich kaum noch auf den Beinen.
Doch bald kommt, man spürt es schon,
die Steuerzahler Revolution
Datum: 07.08,02 Nuts
Sie wolle widder Krieg,
dess is mir garnet lieb.
Ein Krieg bringt garnix ein,
das kann nicht anders sein.
Nur die wo Waffe mache,
die hawwe gut zu lache.
Sie mache sündhaft Geld,
un verhunze uns die Welt.
Do könnst dich laufend uffrege.
Datum: 08.08.02 Wen or Welly?
Für viele Leute Wahl, ist eine große Qual.
Man weiss nicht wen man wählen soll
das Volk hat schon die Nase voll.
Versprechung ist ein Kinderspiel,
gehalten später wird nicht viel.
Doch wählen ist ‘ne Bürgerpflicht,
versäumen sollte man das nicht.
Drum ohne vieles quälen,
das kleinste Übel wählen.
Datum: 10.08.02 Ein “flashback”
Herr Meister schafft mit seiner Frau,
bei Freudenberg, im SIMRIT-Bau
Zu zweit verdienen ist sehr schön,
und darum kann man auch verstehn
daß eines Tag’s Herr Meister spricht,
so wie bisher so geht es nicht.
Ich hab’ genug vom heimwärts laufen,
wir woll’n uns ein Motorrad kaufen.
Wie gesagt, so auch getan,
Herr Meister eine Express nahm.
Mit dieser fuhr er frohgemut,
die erste Zeit ging alles gut
Doch kam der Tag wenn er verwegen,
seinem Schicksal fuhr entgegen.
Am Erbsenberg da ging es los,
dort kam es zum Zusammenstoß.
Ein dumfper Knall, Motoren dröhnen,
man kommt zu Fall,die Menschen stöhnen.
Am Boden liegt man schön vereint,
wenn schon die Polizei erscheint.
Ganz ohne Strafe geht es nicht,
die Sache kommt for’s Amtsgericht,
wo Meister dann von Teilung spricht.
Die Moral, und das ist wichtig:
Fahre flott, doch mach es richtig.
Datum: 11.08.02 Affen-Schlissel
De Urgroßvadder hot Schuh gemacht,
un war Landwirt noch dazu.
Er is jede Woch nach Mannem gange,
mit’m Rucksack voll mit Schuh.
Dort machte er die Kunden-Runde,
und kehrte auch mal ein;
denn das Essen und das Trinken,
darf nicht vergessen sein.
Was denkt ihr da , ihr liewe Leit,
der Man der war doch fit?
Wenn deß heit aner mache sollt’,
der käm do garnet mit.
Laaf emol nach Mannem niwwer,
vun Rimbach un zurück,
wann dann noch ebbes schaffe könnst,
dann häscht du großes Glück.
Ich war auch viel in Mannem driwwe,
als Trümmer-Knäbelein.
Nach jedem schweren Angriff,
da setzten sie uns ein.
Ach Gott wie hot die Stadt aus g’seh,
kein Dach und nicht viel Mauern.
Die Leit die ware tot o’r fort,deß is heit noch zu bedauern.
Wenn aner Krieg will dem sag ich gleich den kanst du selwer mache
geh an die Front deß siescht wie’s is mir bleiwe deham un lache.
Datum: 12.08.02 Verwunderung
Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
daß ich so “eccentric” bin.
Es kommt wohl von meinen Leuten,
die auch etwas komisch sind.
Sie haben mich groß gezogen,
auf dieser verrückten Welt,
und dann wurde ich fortgeschoben,
mit wenig Taschengeld.
Doch Geld ist nicht alles im Leben,
man braucht es, das ist mir klar.
Man muß auch mal einen heben,
so ab und zu im Jahr.
Im Kreise seiner Freunde,
mit Gelächter und Gesang,
das ist besser wie sinnlos zu streben,
ein ganzes Leben lang.
Die Gier ist der “Downfall”der Menschheit,
der Neid verdirbt den Tag und die Nacht.
Ich frag’mich wer sind die Tollen?
Wir nicht, das wär’gelacht.
Datum: 28. 08.02 Dabbisch
Don Quixote lebt under uns,
Windmühlen greift er an.
Sancho Panza fragt ganz richtig,
was fehlt dem alten Mann?
Der Strom von diesen Dingern
der ist doch frei und grün,
doch zieht es diesen armen Wicht
zur Kernkraft wieder hin.
Im Salzbergwerk da glüht es schon
das machen wir halt voll,
wir haben ja noch viele mehr
ihr Leut ist das nicht toll?
Und später Kinder fragen sich,
Was war dess für’n Verein?
Die hawwe uns alles kaput gemacht,
so dabbisch kann mer sein.Leider!
Man fragt oft nach dem Sinn des Lebens,
darüber grübeln ist vergebens.
Wir müssen spielen unsere Rollen,
obwohl wir oft nicht richtig wollen.
Doch eines Tag’s, wenn wir geniesen,
verdiente Ruh’ auf Himmel’s Wiesen,
dann wird es uns auf einmal klar,
warum und wie so alles war.
Die meisten meiner Jugendfreunde hocke schun druff.
Datum: 25.09.02 Gesundes Leben
Gesundheit kann man nur erwarten,
von einem Gift befreiten Garten.
Organic Gärtnern hat bewiesen,
das Leben kann man “lang” geniesen.
Man hat Bewegung, frische Luft,
bereichert oft mit Blüten-Duft.
Die Sonne scheint, die Vögel singen,
was kann der Herrgott sonst noch bringen?
An solchen Tagen sieht man ein,
ein Gärtner kann leicht glücklich sein.
Datum: 26.09.02 Ein Traum
in einem Hemd gelb-braun.
Ein Schnurrbart zierte ihn
laut sang er vor sich hin:
Oh vergebt mir liebe Bürger
oh vergebt mir liebe Welt.
Wär ich doch zuhaus geblieben
hät ich auch nichts angestellt.
Ich war Maler, ich war Krieger,
in meiner Jugend lang vorbei.
Und ich träumte unser Deutschland
wäre stolz und wieder frei.
Doch kommt es erstens immer anders
und zweitens anders wie man denkt.
Und ich hab das arme Deutschland
in den Abgrund ‘rein gelenkt.
Drum sag ich nochmals liebe Bürger
drum sag ich nochmals liebe Welt,
wär ich doch zuhaus geblieben
hät ich auch nichts angestellt
Die Melodie, ganz leicht kopiert, war fern der Heimat unrasiert.
Es wäre schön wen diese Ecke
eine “edit feature” hätte.
Man guckt und guckt und speichert ein,
gleich sieht man schon ein Fehlerlein.
Doch wie vor langem schon entdect,
only “Allah” ist perfect.
Datum: 29.09.02 Ein böser Hahn
Wir hatten mal ein Gockel,
der war ein bößer Hahn.
Beim Eier holen, jeden Tag,
sprang er die Mutter an.
Sie beschwerte und beschwerte sich,
wenn Vater kam nach Haus,
doch eines Tag’s war’s Ihm zuviel,
mit dem Gockel war es aus.
Raus kam das Beil, weg flog der Kopf,
Er war nicht mehr zu stoppe,
dann schrie Er LAUT in’s Haus hinein,
kumm raus, jetzt kannst’n robbe.
Datum: 02.10.02 Der Regenwurm
Der Regenwurm der weiß viel besser,
als der schlaueste Professor,
was die Pflanze braucht an Nahrung;
davon habe ich Erfahrung.
Seine ausgeschiedene Reste,
sind für Pflanzen stets das Beste.
Wird das Leben Ihm erleichtert,
wird unser Garten sehr bereichert.
Ein Garten hilft, das glaubt mir bloß,
im Falle man wird arbeitslos.
Mit einem gut gefüllten Magen,
hat ein Mensch nicht viel zu klagen.
Überhaupt wenn’r noch ein paar Hase
un Hinkel im Stall hot.
Datum: 27.10.02 Das Schicksal
Das Schicksal rollt uns manchen Stein,
auf unsern Lebens-Weg.
Am Anfang sehen wir nicht ein,
das es nicht anders geht.
Vorbei geh’n wir, auch drüber weg,
bis wir den nächsten sehen.
Wir fragen uns, was ist der Zweck?
wir können’s nicht verstehen.
Probleme sind die Steine nicht,
sie sind Gelegenheiten.